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Über uns

,,Weniger Tabletten,
mehr Streicheleinheiten"


Die Familie sei das Leitbild seines Pflegeheimes, sagt Werner Hartel. Als er das bestehende Altenheim in Rhumspringe 1981 übernommen hat, habe das Haus lediglich über neun Plätze verfügt, blickt er zurück, das war im Mai 1981. Immer wieder habe er das Haus erweitert, umgebaut und erneuert, schließlich das Nachbargebäude gekauft und mit einbezogen, berichtet der gelernte Krankenpfleger. Vor seinem Engagement in der Betreuung alter Menschen hat er die Pflege auf der Intensivstation eines regionalen Krankenhauses geleitet. Am 01.10.2001 wurde der Einzelbetrieb in eine GmbH mit seinem Sohn Sven umfirmiert.

Die letzte Bau-Maßnahme ist im Jahre 2010 / 2011 abgeschlossen worden. Dabei wurde die Fassade renoviert, Zimmer wurden neugestaltet und vergrößert, eine moderne Holzpellets-Heizung hat Einzug gefunden. Jetzt bietet das Altenheim Platz für 37 Seniorinnen und Senioren: ,,Mehr geht nicht", schmunzelt Hartel senior, der heute zusammen mit seinem Sohn Sven (der das Heim leitet) als Geschäftsführer firmiert, auch seine Frau Hannelore arbeitet in dem gewachsenen Betrieb mit.

,,Wir sehen uns als große Familie", sagt Werner Hartel, ,,jeder kennt hier jeden." Und das spiegele sich auch direkt in der täglichen Pflege wieder. ,,Unser Hauptaugenmerk ist: Weniger Tabletten geben, dafür mehr Streicheleinheiten."  Und das sei durchaus wörtlich zu verstehen, fährt er fort: Statt etwa Psychopharmaka zu geben, setze sein Haus auf körperliche Nähe. Daher gebe es beispielsweise auch keine Fixierung von dementiell erkrankten Bewohnern, wie er sie etwa aus anderen Häusern kenne. Sicher, räumt Hartel ein, seien Angehörige bei diesem Ansatz mitunter skeptisch. Doch der Erfolg gebe ihm recht und so gebe es auch keinen gesonderten Bereich für Demente, sie seien vollkommen in den Tagesablauf integriert. ,,Wir sehen das nicht als Nachteil an", meint Hartel weiter, denn ,,die Dementen passen sich den Normalen an". Dies basiere auf dem Know-How des Hauses, und so seien auch rund 50 Prozent und mehr des Pflegepersonals examinierte Fachkräfte; insgesamt ist die Pflege auf fünfzehn Vollzeitstellen verteilt. Dass diese familiär-persönliche Betreuung angenommen werde, zeige sich auch daran, dass manche Bewohner vom Personal mit Vornamen angesprochen werden wollen.

13 Einzel- und zwölf Doppelzimmer stehen im Altenheim Hartel zur Verfügung, mit einer Wohnfläche zwischen 12,5 und 20 Quadratmetern. Alle Zimmer verfügen über eine Waschgelegenheit. Die Räume können mit eigenen Möbeln wohnlich eingerichtet werden, ein spezielles Pflegebett stellt das Haus. Das Heim verfügt über eine eigene Küche. Auf dem Speiseplan stehe in der Regel  ,,altengerechte Hausmannskost", ein diätetisch geschulter Koch kümmert sich um die ausgewogene Zusammenstellung des Essens. Jeden Tag gibt es zum Kaffee frisch gebackenen Kuchen.

Der freie Blick in den Garten ist aus dem Speisesaal mit dem verbundenen Wintergarten möglich. In diesem befinden sich ein Aquarium und eine Orgel, die zur Aufmunterung der Bewohner beitragen. In strengen Wintermonaten kann der vorhandene Kaminofen die Wärme garantieren.  Die Wäsche wird in der hauseigenen Wäscherei gewaschen. Kleinere Näharbeiten und das Einpatchen der Namensschilder werden vom Hause übernommen. Die Reinigung des Heimes wird ebenfalls von eigenem Personal durchgeführt. Seit dem Jahre 2000 wird die Einhaltung der Standards in der Pflege von eigenen Qualitätsbeauftragten überwacht und gewährleistet.

Eine individuelle Betreuung unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen, so beschreibt Pflegedienstleiterin Barbara Tarnowski das Konzept des Altenheimes. Jeden Tag gäbe es ein anderes Thema für die Beschäftigungs-Therapie, etwa gemeinsames Kochen oder  Basteln. Betreut werde in kleinen Gruppen mit maximal acht bis zehn Personen.  Das Heim sei mittlerweile voll in den Ort integriert, sagt Werner Hartel abschließend. Der Kindergarten, der Frauenbund und Mitglieder der Kirchengemeinde kämen des Öfteren zu Besuch und zu den katholischen und evangelischen Andachten durchaus auch die Anwohner aus dem Ort.

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